Erneuerung Labor, Spiez
Das neue Hauptgebäude auf dem Areal des Labor Spiez, liegt eingebettet in eine weiträumige Waldlichtung. Das Gebäude verleiht dem Areal mit seiner Ausstrahlung und aufgewerteten natürlichen Umgebung ein neues, zukunftsweisendes Gesicht und dient als Vorzeigeobjekt. Der Arbeitsstandort bietet durch seine Lage und präzise Setzung einen beeindruckenden Blick in die Natur und die umliegende Berglandschaft. Das Gebäude ist kompakt gestaltet, jedoch grosszügig im Inneren. Es erstreckt sich über vier Geschosse und ein Attikageschoss, in dem sich Technikräume und Sitzungszimmer befinden. Von diesem obersten Geschoss mit seinen Dachterrassen bietet sich wie auch von den darunterliegenden Büroräumen ein weiter Blick in die Natur, welche Teil einer inspirierende Arbeitsumgebung wird.
Die Natur setzt sich auch im inneren Atrium fort, das zur Belichtung der innen liegenden Räume dient. Im Eingangsgeschoss wie auch in den Bürogeschossen ergibt sich dadurch das Gefühl inmitten der Natur zu arbeiten, sich aufzuhalten oder sich zu bewegen. Die Verbindung von Technik, und Natur macht das Gebäude zu einem besonderen Ort, der den Ansprüchen moderner Arbeitswelten gerecht wird und gleichzeitig die Schönheit der Natur respektiert und einbezieht. Bei der Setzung des Gebäudes wurden auch die betrieblichen Anforderungen und die bestehenden funktionalen Strukturen aufgenommen. Kurze Wege sorgen für effiziente Arbeitsabläufe und eine nahtlose Integration in das bestehende Areal.
Landschaft
Das neue Labor wird als Punktbau in die parkartige Landschaft eingebettet. Eine grosszügige Treppenanlage erschliesst nordseitig den leicht erhöht liegenden Hauptzugang. Eine weich geformte Topografie mit ergrünten Wiesenflächen umfasst den Neubau, punktuelle Pflanzungen von einheimischen Grossbäumen verankert das Projekt in die heutige, weiträumige Lichtung. Auf der Westseite des neuen Laborgebäudes formt eine leichte Muldung des Terrains eine Teichlandschaft. Vorgelagert zur Eingangshalle, wie auch der Mensa/Cafeteria bildet die Wasserfläche ein attraktives, landschaftliches und zugleich parkartiges Freiraumelement. Eingebettet in diese Teichlandschaft wird die Aussenfläche der Mensa als Plattform in die Landschaft gesetzt.
Der Teich wird zum Untergrund abgedichtet und durch das Regenwasser (Entwässerung der Platzflächen und Dachflächen) gespiesen. Die Uferbereiche sind mit ganzjährig attraktiver und einheimischer Teichrandvegetation bepflanzt. Die, dem Eingang vorgelagerten Parkplätze werden zugunsten einer Entwässerung vor Ort grossflächig entsiegelt. Die Parkplätze werden neu mit Rasenlinern ausgeführt, bei welchen sich die Fugen begrünen und so das anfallende Meteorwasser vor Ort versickert werden kann. Die Dachfläche des Laborbaus wird begrünt und dient als Retentionsfläche für das Regenwasser. Überschüssiges Wasser wird in den westseitigen Teich geleitet.
Projektangaben
Gesamtleistungsbeschaffung: 2024, 1. Rang
Auftraggeberin: HRS Real Estate AG
Architektur: Architektengemeinschaft mrh architektur und Büro B Architekten AG, Bern
Visualiserungen: PLAY-TIME, Barcelona